Rollout 2018: Livestream

Ein Livestream begleitet den heutigen Rollout in der Carl-Benz-Arena und sendet die Bilder von der Präsentation live um die Welt. Neben dem neuen Fahrzeug des GreenTeam, dem E0711-9, enthüllen auch die beiden anderen Teams der Universität Stuttgar, das RennTeam und das GreenTeam Driverless, ihre neuen Formula Student Rennwagen für die Saison 2018. Gleich drei neue Einsatzfahrzeuge aus Stuttgart können also bewundert werden.

Neben der Präsentation und Vorstellung der neuen Formula Student Rennwagen gibt es Einblicke in deren Fertigungsprozess, Sponsorenpräsentationen und einen Überblick zur Formula Student Rennserie und deren Wettbewerbe zu sehen.

Das Programm beginnt ab 18 Uhr.

Link zum Livestream

Vorschau: Rollout 2018

Schon fast acht Monate arbeitet die aktuelle Teambesetzung am Einsatzfahrzeug für die Saison 2018. Die Konstruktion und Konzeption, die anschließende Fertigung der Teile und der abschließende Zusammenbau des Autos unterliegen einer strengen Deadline. Bis zum offiziellen Rollout am 04. Mai 2018 soll das neue Auto auf seinen eigenen vier Reifen stehen: alle Schrauben sollten sitzen. Im besten Fall sind sogar die ersten Systemtests schon abgeschlossen, so dass das Team direkt nach dem Rollout die ersten Testfahrten in Angriff nehmen kann.
Der Rollout ist ein erstes echtes Highlight und eine wichtige Station auf dem Weg zu den Formula Student Wettbewerben, die im Juli und August stattfinden. Zwischen dem Rollout und dem ersten Event benötigt das Team genügend Zeit, um mögliche Kinderkrankheiten aussortieren zu können und sich auf die verschiedenen dynamischen Disziplinen vorzubereiten.

Drei Teams, drei Autos
Auch der diesjährige Rollout hält an der Tradition fest, dass GreenTeam und Rennteam ihre neuen Rennwagen gemeinsam präsentieren. Das GreenTeam wurde einst von ehemaligen RennTeam Mitgliedern gegründet. Durch das gemeinsame Gebäude, das die beiden Teams inzwischen bezogen haben, hat sich die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Der gemeinsam organisierte Rollout unterstreicht die enge Verbindung der beiden Teams seit Jahren.
2017 waren erstmals Formula Student Wettbewerbe für autonome Fahrzeuge ausgeschrieben. Alumni und Fördervereinmitglieder gründeten daraufhin das GreenTeam Driverless, das inzwischen als Subteam des GreenTeam mit eigenen Sponsoren auftritt. Basis des E7001 getauften autonomen Rennwagen ist das Fahrzeug der Saison 2016, der E0711-7. Gleich drei Fahrzeuge enthüllen die Teams also beim Rollout am 04. Mai.

Um die inzwischen neunjährige GreenTeam Historie nachvollziehen zu können, stellt der Förderverein die ehemaligen Einsatzfahrzeuge im Foyer der Carl-Benz-Arena aus. Vom ersten Elektrorennwagen, dem E0711-1, der noch über einen Gitterrohrahmen verfügte, über das ehemalige Weltrekordfahrzeug, das in 1,779 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte, bis hin zum Siegerfahrzeug der Saison 2017.Anhand der ehemaligen Autos lässt sich auch die Entwicklungsarbeit erkennen, die die Teams Jahr für Jahr leisten. Für das Auge sind dabei mit Sicherheit die immer komplexer werdenden Aerodynamikpakete am auffälligsten. Flügel, Leitbleche und Diffusor generieren inzwischen einen immensen Abtrieb. Zusammen mit dem sogenanntem Torque Vectoring, der aktiven Drehmomentverteilung auf die vier separat angetriebenen Räder, erreichen die Formula Sudent Fahrzeuge der neuesten Generation damit extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten.
Ziel des Teams ist es, mit dem E0711-9 an die Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen.  Der Rollout ist hierfür aber nur eine erste Zwischenstation. Das echte Potential des neuen Elektrorennwagens zeigt sich erst im direkten Vergleich mit den konkurrierenden Teams. Denn auch diese entwickeln ihre Fahrzeugkonzepte kontinuierlich weiter und versuchen jede Tausendstel aus ihren Autos herauszuholen.

Bilder vom Rollout 2017:

 

Newsletter Rollout Special 2018 ist online

Nur noch wenige Tage verbleiben bis zum offiziellen Rollout des E0711-9 am 04. Mai. Seit Monaten arbeitet das Team mit vollem Einsatz, um Anfang Mai ein funktionsfähiges und später dann auch schnelles Elektrorennfahrzeug präsentieren zu können – ein erster wichtiger Meilenstein der aktuellen Saison, deren Wettbewerbe im Juli beginnen.

Auf insgesamt 13 Seiten widmet sich diese Sonderausgabe voll und ganz dem Rollout von GrenTeam, GreenTeam Driverless und Rennteam und soll über die aktuellen Hintergründe im Team berichten:

– Rückblick Rollout 2017
– Ausblick Rollout 2018

Das GreenTeam wünscht viel Spaß beim Lesen (Link).

Newsletter Rollout Special – 2017/18

Saisonrückblick – Teil 3: Formula Student Germany

Saisonhöhepunkt in Hockenheim: 115 Teams aus aller Welt schlagen ihre Zelte am badischen Hockenheimring auf. Es sind nur noch wenige Sekunden bis zum Start des Endurance. Langsam rollt das Fahrzeug des GreenTeam in Richtung Startlinie. Bei den übrigen Teammitgliedern am Streckenrand steigt die Anspannung. 22 Kilometer trennen das Team jetzt – etwas plakativ gesprochen – von Sieg oder Niederlage.
Gedanklich visualisiert der Fahrer ein letztes Mal die Streckenführung. Vier Radnabenmotoren mit insgesamt 80 Kilowatt Leistung katapultieren das Fahrzeug die Gerade herunter. Die Pylonen, die die Strecke begrenzen, verschwimmen im Sichtfeld des Fahrers. Dann spätes Anbremsen auf T1 – The Kink –, eine ultra schnelle rechts-links Kombination. Die ausgeklügelte Aerodynamik presst das Fahrzeug regelrecht auf die Rennstrecke und ermöglicht extreme Kurvengeschwindigkeiten. Eine kurze Beschleunigungsphase führt direkt in die Kurvenkombination Lost Chain. Danach folgen Nordkurve, Pendulum, Broken Dreams und Horseshoe. 22 mal muss das Formula Student Fahrzeug die Strecke insgesamt umrunden. Ein Streckenposten schwenkt die grüne Flagge, die Zeitenjagd ist eröffnet. Im Endurance – der wichtigsten der insgesamt acht Teildisziplin eines Formula Student Wettbewerbs – stehen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Rennwagens gleichermaßen auf dem Prüfstand.
Eine knappe halbe Stunde später ist das Spektakel fast zu Ende. Letzte Runde. Noch einmal gilt es den Sling Shot, eine langgezogene 180 Grad Rechtskurve, zu durchfahren. Die Ziellinie ist nur noch wenige Meter entfernt. Am Streckenrand brandet langsam Jubel auf. Für diesen Moment hat das ganze Team mit vollem Einsatz gearbeitet.

Die Formula Student Germany ist mit insgesamt 115 Teams der größte Wettbewerb in Europa. „Es ist das Event, das man gewinnen will! Es ist zahlenmäßig das größte, für die Sponsorenreichweite das größte und auch vom Prestige das wichtigste“, erklärt Philipp Mayer. Für das GreenTeam ist das Saisonziel deshalb auch immer so ein wenig auf Hockenheim ausgerichtet. „Wenn man in Hockenheim gewinnt, war es eine erfolgreiche Saison, egal was auf den anderen Events passiert“, ergänzt Marko Nonhoff. Als aktives Mitglied ist die Formula Student Germany aber auch gleichbedeutend mit dem größten Stress und dem größten Druck. Familienmitglieder und Freunde schauen vorbei, Sponsoren, aber auch Alumni und der Förderverein sind vor Ort.

Erfolgreiche Statics
Wie schon in Österreich verliefen die Statics sehr erfolgreich. Ein großes Highlight war dabei der Sieg im Finale des Businessplans. Der einzige Wermutstropfen war der knapp verpasste Finaleinzug im Engineering Design. Auch im Scrutineering hatte das Team keine Probleme. Es gab keine Auffälligkeiten am Auto, die Zeit gekostet hätten, so dass man fast in Rekordzeit durch die technische Abnahme kam.
Fehler durfte sich das Team aber auch nicht leisten, da das Fahrzeug erst als eines der letzten ins Scrutineering geschickt werden durfte.
Anders als bei den übrigen europäischen Wettbewerben ist das Skidpad in Hockenheim künstlich bewässert. Die Erfahrungswerte aus Ungarn und Österreich konnten hier also nicht weiterhelfen. „Es lief einfach nicht so gut“, kommentiert Philipp Mayer die Leistung. Fast drei Zehntel fehlten auf die Topzeit von KA-RaceIng, die die Disziplin mit einer Bestzeit von 5,507 Sekunden dominierten. In Punkte umgerechnet büßte das GreenTeam im Skidpad fast 20 Zähler ein. Auch die ersten beiden Läufe im Acceleration waren bei weitem nicht zufriedenstellend. Fast eine Sekunde fehlte hier auf die Topzeiten. Erst im vierten Laufe erzielte das Team eine passable Zeit, die für den vierten Platz und 65 Punkte gut war.

Eine erste echte Vorentscheidung in der Gesamtwertung zeichnete sich im Autocross ab. Nachdem das Team aus Delft im Skidpad ohne Punkte blieb, musste KA-RaceIng im Autocross einen technischen Defekt hinnehmen – eine Bodenwelle wurde dem Rennfahrzeug zum Verhängnis. Damit konnte das Team aus Karlsruhe lediglich 4,50 Punkte einfahren. An der Spitze entbrannte unterdessen ein enger Zweikampf zwischen Delft und dem GreenTeam. Drei geworfene Cones (Pylonen) im schnellsten Lauf – also die Missachtung der Streckenbegrenzung – verhinderten die Bestzeit für das GreenTeam. „Der AlDe (gemeint ist Alexander Delestan) hat da richtig einen rausgehauen. Leider waren die drei Cones dabei“, blickt Philipp Mayer zurück. „So war Delft mit einer extrem starken Zeit auf dem ersten Platz.“ Zürich, München und das GreenTeam lagen vor dem abschließenden Endurance sehr eng beisammen. Und auch Delft war noch in Schlagdistanz. Vor dem Endurance überschlugen sich dann die Ereignisse.
AMZ Racing (Zürich) entdeckte ein technisches Problem und musste in kürzester Zeit das gesamte Auto zerlegen. „Zürich war in der Box neben uns. Wir konnten ganz gut beobachten, wie dort langsam die Panik ausgebrochen ist“, erläutert Philipp Mayer die Situation. In einem beispiellosen Kraftakt schafften sie es dennoch zum Top 5 Shootout des Endurance. Die Rundenzeiten der Topteams lagen im Endurance eng beieinander. Das GreenTeam konnte die Distanz ohne Probleme durchfahren. Beide Fahrer zeigten eine starke Leistung und absolvierten schnelle und konstante Rundenzeiten. Aufgrund der Probleme in Österreich wählte das Team eine eher konservative Strategie und reduzierte die Fahrzeugleistung
relativ früh.

Überraschung bei Siegerehrung
Die internen Hochrechnungen gingen von einer sehr engen Entscheidung an der
Spitze aus, mit kleinem Vorteil für AMZ Racing aus Zürich. Das Podium schien aber sicher – Platz drei, vielleicht sogar Platz zwei? Die Siegerehrung brachte dann die erste Überraschung. Nicht Delft, sondern das GreenTeam durfte den Sieg im Autocross bejubeln. In der technischen Abnahme nach dem Autocross stellte die Rennkommission Unregelmäßigkeiten bei der Aerodynamik fest, die zu einem Punktabzug führten. Nicht minder überraschend waren die Endergebnisse im Endurance. Auch hier erreichte das GreenTeam die Höchstpunktzahl. AMZ Racing durfte zwar am Endurance teilnehmen, war nach dem Inverterproblem jedoch zu spät im Vorstartbereich. Daraus resultierte eine Zeitstrafe von zwei Minuten, die auf das Ergebnis im Endurance addiert wurde.
„Jetzt müsste es doch auch für den Gesamtsieg gereicht haben?“, dachten sich die Teammitglieder völlig überrascht. Anders als bei der Formula Studen East rechnete hier niemand mit dem Gesamtsieg. „Was soll man sagen. Das ist halt einzigartig. Überragend“, erzählt Philipp Mayer. „Wirklich keiner aus dem Team hat gedacht, er wäre erster“, ergänzt Marko Nonhoff. Von Anfang bis Schluss lieferte das Team eine konzentrierte Leistung und wurde dafür mit dem
prestigeträchtigen Gesamtieg bei der Formula Student Germany belohnt.

 

Saisonrückblick – Teil 2: Formula Student Austria

Der Sieg beim ersten Wettbewerb des Jahres auf dem Euroring in Ungarn kam für die meisten Teammitglieder des GreenTeam äußerst überraschend. Die Erwartungen für die nachfolgenden Events in Spielberg, Hockenheim und Barcelona stiegen damit aber unweigerlich an.
Doch in der Nacht vor der Abreise zum zweiten Wettbewerb der Saison auf dem Red Bull Ring entdeckte das Team einen Isolationsfehler am Auto. Zwei Möglichkeiten standen dem Team jetzt offen, wie der damalige E-Leiter Philipp Mayer erläutert: Entweder das Auto verladen und mit dem Wissen um den Fehler auf das Event fahren oder versuchen, den Fehler noch in Stuttgart zu beheben und später zu fahren. „Fünf Leute sind dann später gefahren, haben über den Tag den Fehler gesucht und zum Glück auch gefunden.“
Glücklicherweise verlief das Scrutineering – mit Ausnahme des Braketests, bei dem es hintenraus etwas knapp wurde – nahezu problemlos, so dass die Verzögerung in der Anreise keinen negativen Einfluss auf die dynamischen Disziplinen hatte. In den Statics erzielte das Team unterdessen durchwegs gute bis sehr gute Ergebnisse. Ein vierter Platz im Designevent, ein zweiter Platz beim Costreport und der Sieg beim Businessplan sorgten für eine exzellente Ausgangsposition vor den dynamischen Bewerben. Den Anfang machten die Disziplinen Acceleration und Skidpad. Nachdem die Zeit des erste Acceleration Laufs deutlich hinter den Erwartungen zurück blieb, stellte das Team die Regelung neu ein und steigerte sich kontinuierlich. Am Ende sprang ein guter dritter Platz heraus. Noch besser lief es beim Skidpad. Eine hervorragende Zeit im letzten Run bescherte dem Team den Sieg mit mehr als einem Zehntel Vorsprung. Die Ausgangssituation vor dem Autocross hätte kaum besser sein können.

Regenlotterie im Autocross
„Für den Autocross am Nachmittag war ein kleinerer Regenschauer angekündigt“, erinnert sichPhilip Mayer. Der große Regenguss, der dann früher als erwartet niederprasselte, überraschte das Team aber doch. Der Autocross musste unterbrochen werden. Bis dahin hatte das GreenTeam lediglich eine schnelle Rundenzeit gesetzt. „Wir haben uns etwas verpokert“, gesteht Philipp Mayer. Die Rennleitung gab die Strecke zwar nochmals für 45 Minuten frei, sie trocknete aber nicht mehr rechtzeitig ab, so dass keine Zeitverbesserung mehr möglich war. Obwohl der Autocross also nicht nach Plan verlief, war das Endergebnis dennoch respektabel: erneut Platz drei. Trotzdem büßte das Team fast 17 Punkte auf AMZ Racing ein, die den Autocross mit einer überlegenen Bestzeit für sich entschieden. Vor dem abschließenden Endurance durften sich somit noch immer drei Teams Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen: AMZ Racing (ETH Zürich), KA-RaceIng (KIT) und das GreenTeam.
Das Wetter am Renntag zeigte sich von seiner heißesten Seite. Den hohen Temperaturen angepasst rollte etwa AMZ Racing komplett in Alufolie eingepackt an die Startlinie des Endurance, andere drosselten die Leistung. Viele Teams befürchteten Kühlungsprobleme und entsprechend hoch war dann auch die Ausfallquote bei der 22 Kilometer langen Dauerlaufprüfung. Nur fünf Teams absolvierten die Renndistanz komplett und kamen in die Wertung. Mit Kühlungsproblemen rechnete das GreenTeam nicht. Im Gegenteil: Durch die Ölkühlung versprach sich das Team sogar Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Probleme im Endurance
Direkt nach dem Start dann aber der erste Schock. „Oh, was ist jetzt los?“, raunte es durch die außenstehenden Teammitglieder. Das Auto blieb einfach stehen. Drei der vier Motoren waren ausgefallen. Der notwendige System-Reset kostete Zeit und raubte Nerven, das Auto konnte aber zumindest weiterfahren. Ein Dreher vor dem Fahrerwechsel verursachte einen weiteren Schreckmoment. In der zweiten Rennhälfte sind dann nochmals die Motoren ausgefallen. Als Konsequenz musste das Rennen mit Heckantrieb und halber Leistung zu Ende gefahren werden. „Trotzdem konnten wir die gleichen Zeiten fahren wie die Konkurrenz. Das war eine starke Fahrerleistung“, bemerkt Philipp Mayer. Die Chance auf den Gesamtsieg war damit aber dahin. Zu viel Zeit und damit letztlich Punkte kosteten die Probleme im Endurance. Ein Podiumsplatz konnte das Team dennoch ergattern. Der dritte Platz aber habe sich nach dem Eventverlauf und dem Sieg in Ungarn subjektiv wie eine kleine Enttäuschung angefühlt: „Bis zum Endurance lief es fast perfekt. Dann hatten wir leider Pech. Der dritte Platz ist aber trotzdem ein starkes Ergebnis.“

 

Newsletter 03| 2017/18 ist online

Seit Mitte Januar fertigen wir die Bauteile für unseren neuen Elektrorennwagen, den wir in der kommenden Formula Student Saison einsetzen wollen. Deadline für die Fertigung des Fahrzeugs ist der Rollout am 04. Mai, der auch in dieser Saison wieder gemeinsam mit dem Rennteam stattfindet. Der Newsletter für März und April soll über die aktuellen Geschehnisse und Hintergründe im GreenTeam berichten.
Auf insgesamt 27 Seiten widmet sich die dritte Ausgabe des Newsletters den folgenden Themen:

– Saisonrückblick (Teil 3)
– Rulesquiz und Events 2018
– ZF Teambuilding
– Technik Feature: Fahrdynamische Regelung

Das GreenTeam wünscht viel Spaß beim Lesen (Link).

Newsletter März/April 2018 – 03 | 2017/18

Saisonrückblick – Teil 1: Formula Student East

Als unberechenbares, scheinbar technisch anfälliges Fahrzeug musste das Team den E0711-8 in der Testphase kennenlernen. Das führte gar dazu, dass manche Teammitglieder von der fest eingeplanten Reise nach Ungarn zur Formula Student East abrieten: zugunsten einer längeren Testphase. „Bis kurz vor dem ersten Wettbewerb plagten uns eine Reihe von Fehlern und Zwischenfällen“, blickt Philipp Mayer auf die anstrengende Testphase zurück.
Der Optimismus hielt sich vor der ersten Saisonveranstaltung in Ungarn folgerichtig ein wenig in Grenzen. Dennoch wollte man sich als Team der Konkurrenz stellen. Die erste Veranstaltung ist immer auch ein Gradmesser. Keiner weiß hundertprozentig, wo Auto und Team stehen – gerade mit vielen neuen Teammitgliedern, die noch wenig Erfahrung haben. Nur mit einem gut funktionierenden und abgestimmten Team stellt ich letztlich auch sportlicher Erfolg ein. Ein Rädchen muss ins andere greifen und die Abläufe müssen stimmen. Die Statics, also Business Plan, Cost Report und Design Event, setzte das Team den eigenen Vorgaben entsprechend sehr gut um und platzierte sich knapp hinter Delft auf dem zweiten Rang. Auf die mitfavorisierten Teams aus Zürich und insbesondere Karlsruhe konnte man sogar ein kleines Punktepolster aufbauen.Die dynamischen Disziplinen Skidpad, Acceleration und Autocross waren äußerst knapp. Durch den angekündigten Regen war das Timing enorm wichtig. Da die beiden pro Disziplin nominierten Fahrer jeweils nur zwei Läufe haben, versucht jedes Team die bestmöglichen Streckenbedingungen abzupassen. Bei wechselhaftem Wetter wird dieses Unterfangen schnell zum Pokerspiel. Kurz vor Schluss des Autocross, es war der letzte Versuch des Tages, gelang Delft ein finaler Run. Nachdem sie den Tag über mit einigen Problemen zu kämpfen und noch keine Zeit vorzuweisen hatten, katapultierten sie sich mit ihrer einzigen Runde direkt auf den zweiten Platz. Damit verdrängten sie das GreenTeam in letzter Sekunde auf Platz drei.

Entscheidung im Endurance
Für den abschließenden Endurance war somit alles offen. Delft, Karlsruhe (KA RaceIng) und Zürich (AMZ) durften sich neben dem GreenTeam noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Eine Regenunterbrechung kurz vor der Entscheidung trieb die Spannung dann auf die Spitze. Während sich GreenTeam und KA RaceIng anschließend einen Kampf um jedes Zehntel lieferten, musste Zürich einen Ausfall verbuchen. Auch Delft hatte Probleme und verlor deutlich an Zeit. Das GreenTeam und Karlsruhe blieben über die gesamte Distanz Kopf an Kopf, so dass die Zahl der geschmissenen Cones (Pylonen) und die entsprechenden Strafsekunden über den Sieg im Endurance entscheiden sollte. Hochrechnungen prognostizierten nahezu identische Gesamtzeiten beider Teams. Erst die Siegerehrung löste die Anspannung. Das GreenTeam durfte gleich doppelt jubeln: Sieg im Endurance und damit zugleich der Gesamtsieg bei der Formula Student East. „Das war einfach ein überragendes Ergebnis, vor allem bezogen auf die Erwartungen, die wir vorab hatten“, erläutert Philipp Mayer. „Nicht nur das Auto, sondern auch das Team hat funktioniert. Das war schon sehr positiv!“
Gerade nach der von Defekten geprägten Testphase hatten wohl nur die kühnsten Optimisten mit einem Sieg in Ungarn gerechnet. Umso größer war die Freude im Team über den sehr starken Saisonauftakt.

Newsletter 02| 2017/18 ist online

Seit Ende September arbeiten wir mit Hochdruck am neuen Fahrzeug für die kommende Formula Student Saison. Am 15. Januar beginnt die Fertigung des neuentwickelten E0711-9. Pünktlich zum neuen Jahr steht auch ein neuer Newsletter zur Verfügung, der wieder über die aktuellen Geschehnisse und Hintergründe im GreenTeam berichten soll.
Auf insgesamt 27 Seiten widmet sich die zweite Ausgabe des Newsletters den folgenden Themen:

– Saisonrückblick (Teil 2)
– Bericht vom Kartfahren
– Designpräsentationen
– Technik Feature: Fahrdynamische Regelung

Das GreenTeam wünscht viel Spaß beim Lesen (Link).

Newsletter Januar/Februar 2018 – 02 | 2017/18

Rückblick: Der E0711-8

Ein zentrales Kriterium für eine erfolgreiche Formula Student Saison ist die Zuverlässigkeit des Rennfahrzeugs. Denn der Endurance, ein 22 Kilometer langer Dauerlauf mit Fahrerwechsel, ist die mit Abstand wichtigste Teildisziplin nach Punkten. Zusammen mit der Efficiency-Wertung, die an den Endurance gekoppelt ist, sind 425 der insgesamt 1000 Punkte an die Ausdauerprüfung gebunden. Ein Ausfall ist entsprechend schmerzhaft und vereitelt fast immer eine Topplatzierung. Die Zuverlässigkeit des E0711-8 im entscheidenden Moment – bei allen vier Endurance-Läufen sah das Auto die schwarz-weiß-karierte Flagge – war die Basis für die vielen Erfolge 2017.
Bis dahin, bis der E0711-8 also zum schnellen und zuverlässigen Zeitenjäger avancierte, galt es viele kleinere und größere Problemstellen auszuloten und zu lösen.

Insgesamt sei das Rennfahrzeug der Saison 2017 als gelungene Evolution des Vorgängers zu beschreiben, erklärt Philipp Mayer. „Es gab nichts Konzeptentscheidendes, das wir nicht umsetzen konnten. Das lag auch daran, dass wir viele gut funktionierende Teile vom alten Fahrzeug übernehmen konnten.“ Dank unzähliger Testkilometer konnte das Team auch die anfänglichen Zuverlässigkeitsprobleme aussortieren. Obwohl die Tests nicht nach Plan verliefen, spulte der E0711-8 bis zum ersten Wettbewerb 600 Kilometer ab. Die harte Arbeit dahinter sollte sich letztlich mehr als auszahlen.

Highlight:
Der E0711-7 war das erste Fahrzeug im Feld der Formula Student Electric, das auf einen komplett ölgekühlten Akkumulatorkreislauf vertraute. Die Ölkühlung zeigte im Verlauf der Saison 2016 bereits ihr großes Potential, hatte aber noch Optimierungsbedarf. Ein Manko war der zu große Ölbedarf, den das Team für den E0711-8 merklich senken konnte. „Wir nutzen den Akkucontainer zugleich als Ölcontainer und fluten in komplett mit Öl. Auf diese Weise kühlen wir Cell Tabs und Pouch Bag zugleich“, erklärt Max Partenfelder. Diese Lösung – eine konsequente Evolution aus dem Vorjahr – erlaube es auch, die Zellen vorzubehandeln und den Endurance mit geringeren internen Widerständen zu starten. War der Akku beim E0711-7 noch zweigeteilt und in die beiden Seitenkästen integriert, kehrte das Team zur Saison 2017 zurück zu einem einzelnen Akku, der hinter dem Fahrer sitzt. Ziel dieser Designänderung war es, das Trägheitsmoment zu senken, ein insgesamt kompakteres Package zu ermöglichen und zugleich das Gewicht zu reduzieren.

Gemeinsames Kartfahren in Neckartenzlingen

Was passiert, wenn Ingenieure und Techniker selbst ins Lenkrad greifen? Wenn sie also – plakativ gesprochen – Autofahren statt Autobauen? Die kompetitive Ader so einiger Teammitglieder, die sich beim gemeinsamen Kartfahren in Neckartenzlingen um die schnellsten Rundenzeiten duellierten, war jedenfalls deutlich auszumachen.

21 Teammitglieder wagten sich in Neckartenzlingen mit den 6,5 PS Karts auf die wellige und 315 Meter lange Strecke, die acht Links- und sieben Rechtskurven umfasst.. Zwei Qualifyings bestimmten die Startaufstellung für die beiden Rennen und teilten die 21 Fahrer in zwei Gruppen. Entscheidend für die Sortierung war die Zeit der schnellsten Runde, weshalb das zweite Grid spaßeshalber zur “Hefeweizenklasse” auserkoren wurde. Im Vergleich zu den schnelleren Piloten bot die “Hefeweizenklassen” aber den faireren Motorsport: Saubere Überholmanöver und fein ausgefochtene Duelle prägten das Rennen. In Grid 1 holten die Piloten dagegen vielfach die Brechstange heraus und fuhren deutlich aggressiver um die Positionen.
Da die dynamischen Disziplinen eines Formula Student Wettbewerbs auch vom Talent des Fahrerpools mitbestimmt werden, gilt das Kartfahren ebenso als erste Standortbestimmung bei der Fahrerauswahl. Es ist also keine reine Spaßveranstaltung.
Klare Favoriten auf die zu vergebenen Plätze im Cockpit des Formula Student Rennwagens konnten sich allerdings noch nicht herauskristallisieren. Weitere Vergleichsfahrten sind aber bereits geplant.

Teamfahren 2017 (Video)

Das Teamfahren soll jedem Teammitglied die Chance geben, das von ihm mitgestaltete Fahrzeug einmal selbst bewegen zu dürfen. An mehreren Wochenendterminen zumeist im Oktober, also nach Ablauf der aktuellen Wettbewerbssaison, rückt das Team auf die Teststrecke aus.

Für die meisten Teammitglider ist der Blick aus dem Auto eine ganz neue Perspektive. Festgezurrt im schmalen Monocoque halten sie das Lenkrad eines echten Formelautos in der Hand. Zu Beginn deutet nur ein leichtes Surren an, dass der E0711-8 – die Typenbezeichnung für die achte Fahrzeuggeneration des GreenTeam – fahrbereit ist. Eine letzte Anweisung von außen, dann klappt das Visier nach unten und mit einem vorsichtigen Tritt auf das Gaspedal setzt sich der Rennwagen fast unscheinbar in Bewegung und begibt sich auf den mit Cones (Pylonen) abgesteckten Kurs. Doch das Unscheinbare der ersten Meter, das mit Sicherheit auch durch die fehlende Klangkulisse eines Verbrennungsmotors zu erklären ist, täuscht gewaltig. Einmal von der Leine gelassen, erzielt der mit mächtigen Front- und Heckflügeln bestückte E0711-8 beeindruckende Kurvengeschwindigkeiten. Und auch die noch unerfahrenen Fahrer gewinnen Runde um Runde an Vertrauen, Bremsen später und beschleunigen früher. Nach den Anstrengungen der Wettbewerbe ist das Teamfahren noch einmal ein Höhepunkt für viele Teammitglieder, die die Saison mit Fahreindrücken von der Strecke ausklingen lassen wollen.

Ein Video, das einige Eindrücke des diesjährigen Teamfahrens aufbereitet, ist auf dem Youtubekanal des GreenTeam zu finden.

Newsletter 01| 2017/18 ist online

Der erste Newsletter der Saison 2017/18 steht ab heute zur Verfügung. Im Verlauf der neuen Saison wird das Team den E0711-9 konstruieren, aufbauen und bei Rennveranstaltungen einsetzen. Alle zwei Monate soll ein neuer Newsletter über die aktuellen Geschehnisse und Hintergründe im GreenTeam berichten. Die zweite Ausgabe ist für Anfang Januar geplant.
Auf insgesamt 26 Seiten widmet sich die neu gestaltete erste Ausgabe des Newsletters den folgenden Themen:

– Saisonrückblick (Teil 1)
– Bericht vom Teamfahren
– Fotoshooting mit der DHBW
– Die aktuelle Weltrangliste

Das GreenTeam wünscht viel Spaß beim Lesen (Link).

Newsletter September/Oktober 2017 – 01 | 2017/18