Gemeinsames Kartfahren in Neckartenzlingen

Was passiert, wenn Ingenieure und Techniker selbst ins Lenkrad greifen? Wenn sie also – plakativ gesprochen – Autofahren statt Autobauen? Die kompetitive Ader so einiger Teammitglieder, die sich beim gemeinsamen Kartfahren in Neckartenzlingen um die schnellsten Rundenzeiten duellierten, war jedenfalls deutlich auszumachen.

21 Teammitglieder wagten sich in Neckartenzlingen mit den 6,5 PS Karts auf die wellige und 315 Meter lange Strecke, die acht Links- und sieben Rechtskurven umfasst.. Zwei Qualifyings bestimmten die Startaufstellung für die beiden Rennen und teilten die 21 Fahrer in zwei Gruppen. Entscheidend für die Sortierung war die Zeit der schnellsten Runde, weshalb das zweite Grid spaßeshalber zur “Hefeweizenklasse” auserkoren wurde. Im Vergleich zu den schnelleren Piloten bot die “Hefeweizenklassen” aber den faireren Motorsport: Saubere Überholmanöver und fein ausgefochtene Duelle prägten das Rennen. In Grid 1 holten die Piloten dagegen vielfach die Brechstange heraus und fuhren deutlich aggressiver um die Positionen.
Da die dynamischen Disziplinen eines Formula Student Wettbewerbs auch vom Talent des Fahrerpools mitbestimmt werden, gilt das Kartfahren ebenso als erste Standortbestimmung bei der Fahrerauswahl. Es ist also keine reine Spaßveranstaltung.
Klare Favoriten auf die zu vergebenen Plätze im Cockpit des Formula Student Rennwagens konnten sich allerdings noch nicht herauskristallisieren. Weitere Vergleichsfahrten sind aber bereits geplant.